6. April 2026 Dryvatec Technik-Team 8 Min. Lesezeit
Gebäudewand mit aufsteigender Feuchtigkeit

📌 Kurze Antwort

Aufsteigende Feuchtigkeit ist das Aufsteigen des Wassers aus dem Boden durch Kapillarwirkung über die Poren der Wand bis in eine Höhe von 1-2 Metern. Für eine dauerhafte Lösung wird empfohlen, mit einer silikonbasierten chemischen Injektion (DampStop D101) eine Feuchtigkeitssperre in der Wand zu erstellen und anschließend einen atmungsaktiven Sanierputz (HydroFix) aufzutragen. Farbe, Gips oder traditionelle Methoden allein funktionieren nicht.

Haben Sie an den Wänden Ihres Hauses aufsteigende Flecken, aufgeblähten Putz und einen schlechten Geruch bemerkt? Das sind sehr wahrscheinlich Anzeichen für ein Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit. Ein erheblicher Teil der Gebäude in der Türkei — besonders im Erd- und Kellergeschoss — ist mit diesem Problem konfrontiert. Aufsteigende Feuchtigkeit ist ein Problem, das jedes Jahr an Tausenden Bauwerken ernste Schäden verursacht und durch falsche Eingriffe oft noch größer wird.

Doch was genau ist aufsteigende Feuchtigkeit, warum entsteht sie und — am wichtigsten — wie löst man sie dauerhaft? In diesem umfassenden Leitfaden behandeln wir ausführlich alles, was Sie wissen müssen: vom wissenschaftlichen Hintergrund der aufsteigenden Feuchtigkeit über ihre Anzeichen bis hin dazu, warum traditionelle Methoden scheitern, und zu modernen Lösungen. Unser Ziel ist, dass Sie Ihr Feuchtigkeitsproblem richtig diagnostizieren und die für Sie am besten geeignete dauerhafte Lösung erreichen.

Was ist aufsteigende Feuchtigkeit?

Aufsteigende Feuchtigkeit (englisch: rising damp) ist das Aufsteigen des aus dem Boden in den Baustoff übergehenden Wassers durch Kapillarwirkung in den Wänden. In der Physik nennt man dies kapillare Aufnahme oder kapillaren Aufstieg. Genau wie ein Zuckerwürfel Wasser aufsaugt, wenn er den Tee berührt, saugen auch poröse Baustoffe wie Ziegel, Stein und Mörtel die Feuchtigkeit aus dem Boden auf und transportieren sie nach oben.

Dieses physikalische Phänomen hängt von der Porengröße des Materials und der Oberflächenspannung des Wassers ab. Je kleiner die Poren, desto höher steigt das Wasser. In einer Standard-Ziegelwand steigt aufsteigende Feuchtigkeit in der Regel zwischen 0,5 und 1,5 Metern auf; unter geeigneten Bedingungen kann sie jedoch 2 Meter überschreiten. Bei Kalkstein und manchen Natursteinen kann diese Höhe noch größer sein.

Aufsteigende Feuchtigkeit ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie ist ein komplexes Problem, das die innere Struktur des Baustoffs zerstört, die Festigkeit der tragenden Elemente verringert und die Raumluftqualität erheblich verschlechtert. Wird sie nicht behandelt, führt sie zu struktureller Zersetzung, chronischen Gesundheitsproblemen und hohen wirtschaftlichen Verlusten. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und der richtige Eingriff von entscheidender Bedeutung.

Wie funktioniert die Kapillarwirkung?

Die Kapillarwirkung (Kapillareffekt) ist das Aufsteigen von Flüssigkeiten in engen Röhren oder porösen Materialien entgegen der Schwerkraft. Dieses Phänomen tritt auf, wenn die Oberflächenspannung der Flüssigkeit und ihre Adhäsionskraft an der Materialoberfläche größer sind als die Schwerkraft.

In Baustoffen liegen die Porendurchmesser im Mikrometerbereich. In derart kleinen Kanälen kann Wasser trotz der Schwerkraft mehrere Meter aufsteigen. Die Aufstiegshöhe des Wassers wird mit folgender Formel berechnet: h = 2γcosθ / (ρgr) — dabei ist γ die Oberflächenspannung des Wassers, θ der Kontaktwinkel, ρ die Dichte des Wassers, g die Erdbeschleunigung und r der Porenradius.

In der Realität wird die theoretische maximale Aufstiegshöhe des Wassers durch die Verdunstungsrate ausgeglichen. An dem Punkt, an dem die von der Innen- und der Außenfläche der Wand verdunstende Wassermenge der von unten aufgesaugten Wassermenge entspricht, stellt sich ein Gleichgewicht der aufsteigenden Feuchtigkeit ein. Dieser Gleichgewichtspunkt ändert sich je nach Jahreszeit, Umgebungstemperatur und Belüftungsbedingungen.

Anzeichen aufsteigender Feuchtigkeit: Feuchtigkeitsfleck und Salzausblühungen
Typisches Anzeichen aufsteigender Feuchtigkeit: Feuchtigkeitsflecken und Salzausblühungen am Wandfuß.

Ursachen aufsteigender Feuchtigkeit

Damit aufsteigende Feuchtigkeit entstehen kann, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Hier sind die häufigsten Ursachen:

1. Hoher Grundwasserspiegel

Ist der Grundwasserspiegel auf dem Grundstück, auf dem das Gebäude errichtet wurde, hoch, steht das Fundament ständig mit Wasser in Kontakt. Besonders in Meeresnähe, in Flussbetten, in ehemaligen Seengebieten und auf Schwemmböden ist dies sehr verbreitet. In Küstenstädten wie Istanbul, Izmir, Antalya, Mersin und Trabzon ist der Grundwasserspiegel in vielen Gebieten recht hoch.

Auch saisonale Schwankungen spielen eine Rolle. In den Winter- und Frühjahrsmonaten steigt der Grundwasserspiegel mit den Niederschlägen an, in den Sommermonaten sinkt er. Deshalb können die Anzeichen aufsteigender Feuchtigkeit saisonalen Schwankungen unterliegen — das bedeutet jedoch nicht, dass das Problem verschwunden ist.

2. Unzureichende oder beschädigte Horizontalsperre (DPC)

In modernen Bauten befindet sich auf Fundamentniveau eine horizontale Feuchtigkeitssperre (DPC — Damp Proof Course). Diese Schicht wird meist als bituminöse Membran oder Kunststoffstreifen ausgeführt und verhindert das Übertreten der Bodenfeuchtigkeit in die Wand. In alten Gebäuden fehlt diese Schicht jedoch ganz oder ist mit der Zeit verfallen. Bei der großen Mehrheit der vor 1980 errichteten Gebäude ist keine wirksame DPC vorhanden.

In manchen alten Bauten wurden Schieferplatten als DPC verwendet. Diese Platten können mit der Zeit brechen, verrutschen oder durch strukturelle Bewegungen wie Erdbeben ihre Integrität verlieren.

3. Kapillare Aufnahme (Kapillareffekt)

Die poröse Struktur der Baustoffe ermöglicht dem Wasser, trotz der Schwerkraft aufzusteigen. Materialien wie Ziegel, Betonstein, Naturstein und Kalkmörtel saugen alle Wasser auf. Besonders kalkbasierte Mörtel ziehen weit mehr Wasser als zementbasierte Mörtel. Die Wasseraufnahmekapazität verschiedener Materialien:

4. Anhebung des äußeren Bodenniveaus

Nachträglich rund um das Gebäude vorgenommene Aufschüttungen, Gehwege, Asphaltierungen oder Landschaftsarbeiten können das Bodenniveau anheben. In diesem Fall liegt die ursprüngliche DPC-Linie unter dem Erdreich und verliert ihre Funktion. In vielen Stadterneuerungsgebieten, in alten Vierteln und nach Straßensanierungen tritt dieses Problem häufig auf.

5. Fehlerhafte Drainage und Wassermanagement

Fehlt rund um das Gebäude eine ausreichende Drainage, sammeln sich Regen- und Oberflächenwasser am Fundament. Dies verstärkt sowohl die aufsteigende Feuchtigkeit als auch den seitlichen Wasserdruck. Verstopfte Regenrinnen, gebrochene Rohre, falsch geneigter Boden und ein unzureichendes Kanalsystem sind häufige Drainageprobleme. Besonders auf abschüssigem Gelände ist es ein verbreitetes Problem, dass von höheren Lagen kommendes Wasser zum Gebäudefundament geleitet wird.

Anzeichen aufsteigender Feuchtigkeit

Aufsteigende Feuchtigkeit früh zu erkennen, senkt die Kosten des Eingriffs erheblich. Hier sind die Anzeichen, auf die Sie achten sollten, und die ausführliche Erklärung zu jedem:

Aufgeblähter und abblätternder Putz

Das deutlichste Zeichen aufsteigender Feuchtigkeit ist, dass der Putz im unteren Wandbereich Blasen wirft, reißt und schließlich abblättert. Das Wasser löst die Salze im Putz und bewegt sie. Wenn das Wasser verdunstet, kristallisieren die Salze, dehnen sich aus und sprengen den Putz von innen. Dieser Prozess läuft im Winter als Feuchtigkeitsaufnahme und im Sommer als Verdunstung ab, und mit jedem Zyklus nimmt der Schaden etwas zu.

Salzausblühungen (Effloreszenz)

An der Wandoberfläche bilden sich weiße, staub- oder kristallförmige Ablagerungen. Dies sind die Mineralsalze aus dem Boden — Sulfate, Nitrate und Chloride —, die mit dem Wasser aufsteigen und sich an dem Punkt ansammeln, an dem die Feuchtigkeit verdunstet. Diese Spuren treten besonders in den Wintermonaten und in wenig belüfteten Räumen deutlich hervor. Salzablagerungen sind nicht nur ein ästhetisches Problem; Sulfate können zementbasierte Putze chemisch zersetzen.

Schimmel- und Pilzbildung

Ständig feucht bleibende Wandoberflächen bilden ein ideales Milieu für Schimmel- und Pilzsporen. Schwarze, grüne oder weiße Schimmelflecken beginnen meist in Ecken, hinter Möbeln und in Bereichen mit schwacher Belüftung. Schimmelsporen können ernste Atemwegserkrankungen, allergische Reaktionen und Asthmaanfälle verursachen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft feuchte Innenräume als erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit ein.

Schimmelgeruch und stickige Luft

In von aufsteigender Feuchtigkeit betroffenen Räumen herrscht eine scharfe, muffige und erdige Luft. Dieser Geruch ist ein Hinweis darauf, dass im Raum aktive Feuchtigkeit und biologischer Zerfall vorhanden sind. Auch wenn Lüften durch Öffnen des Fensters den Geruch vorübergehend verringert, kehrt der Geruch zurück, solange die Feuchtigkeitsquelle nicht unterbrochen wird.

Abblättern der Farbe und Blasenbildung der Tapete

Die Innenwandfarbe zeigt Flecken, Verfärbungen, Blasenbildung und Abschälen. Tapeten lösen sich an den Rändern, wölben sich und fallen ab. Dass frisch gestrichene Wände innerhalb weniger Monate erneut Schaden nehmen, ist ein starkes Signal für ein darunter liegendes Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit. Die meisten Hausbesitzer lassen an diesem Punkt erneut streichen — doch das ist keine Lösung, sondern Geldverschwendung.

Feuchter Rand (Tidenlinie)

An der Wand bildet sich eine deutliche Nass-trocken-Grenze. Diese Linie liegt in der Regel zwischen 30 cm und 150 cm über dem Boden, und ihre Höhe kann je nach Jahreszeit variieren. In den Sommermonaten sinkt die Linie, weil die Verdunstung zunimmt; in den Winter- und Frühjahrsmonaten steigt sie. Oberhalb der Tidenlinie sind meist Salzablagerungen zu sehen.

Verrottung von Holzelementen

Sockelleisten am Wandfuß, Türzargen und Deckenbalken verrotten unter dem Einfluss aufsteigender Feuchtigkeit. Erreicht Holz einen Feuchtigkeitsgehalt von über 20 %, wird es anfällig für Pilz- und Insektenbefall. Besonders in alten Gebäuden können die in der Wand liegenden Enden hölzerner Deckenbalken durch aufsteigende Feuchtigkeit verrotten und gefährliche strukturelle Schwächungen verursachen.

In welchen Gebäuden tritt aufsteigende Feuchtigkeit auf?

Kellergeschosse

Unter der Erde liegende Kellergeschosse sind die Bereiche, in denen aufsteigende Feuchtigkeit am stärksten auftritt. Die im Erdreich liegenden Wände sind sowohl seitlichem Wasserdruck als auch von unten aufsteigender Feuchtigkeit ausgesetzt. In Kellergeschossen liegen oft mehrere Feuchtigkeitsquellen gleichzeitig vor, und für die richtige Diagnose ist eine Expertenbewertung erforderlich. Bei vielen Kellergeschossen kommt aufgrund unzureichender Belüftung zusätzlich ein Kondensationsproblem hinzu.

Erdgeschosse

In Gebäuden ohne oder mit verfallener DPC sind die Erdgeschosswände unmittelbar betroffen. Besonders an Innenwänden — sogar an Trennwänden ohne Kontakt zur Außenfassade — kann aufsteigende Feuchtigkeit auftreten, weil die Feuchtigkeit unter dem Bodenbeton auch die Innenwände erreicht. Da im Erdgeschoss die Wohnräume unmittelbar betroffen sind, sind die Gesundheitsrisiken höher.

Historische und alte Gebäude

Bauwerke aus osmanischer Zeit, Gebäude der Republikzeit, alte Dorfhäuser, historische Moscheen, Kirchen und Karawansereien gehören zu den am stärksten von aufsteigender Feuchtigkeit betroffenen Bauten. In diesen Gebäuden ist meist überhaupt keine Feuchtigkeitsabdichtung vorhanden, und die verwendeten Materialien wie Naturstein und Kalkmörtel saugen Wasser leicht auf. In historischen Gebäuden können invasive Methoden aufgrund von Denkmalschutzvorschriften eingeschränkt sein — in diesem Fall ist die chemische Injektion eine ideale Lösung, die nur einen minimalen Eingriff in das Bauwerk erfordert.

Industriebauten und Lagerhallen

Fabrikgebäude, Lagerhallen und Werkstätten werden meist mit einfachen Fundamentsystemen errichtet. Aufsteigende Feuchtigkeit verursacht in diesen Bauten sowohl Materialschäden als auch Schäden an gelagerten Waren. In Bereichen, in denen feuchtigkeitsempfindliche Produkte wie Lebensmittel, Textilien, Papier und Elektronik gelagert werden, kann aufsteigende Feuchtigkeit zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen.

Lösungsmethoden gegen aufsteigende Feuchtigkeit

Für aufsteigende Feuchtigkeit werden auf dem Markt verschiedene Lösungen angeboten. Doch nicht alle sind gleich wirksam. Betrachten wir die Vorteile, Nachteile und Anwendungsbereiche jeder Methode im Detail.

Chemische Injektion (DampStop)

Die heute wirksamste und am häufigsten bevorzugte Methode zur Lösung aufsteigender Feuchtigkeit ist die chemische Injektion. Bei dieser Methode werden im unteren Wandbereich in bestimmten Abständen Löcher gebohrt und ein spezieller silikonbasierter chemischer Stoff unter Druck injiziert. Der Stoff verteilt sich in der Wand, füllt die Poren und bildet eine wasserdichte Sperre. Diese Sperre ist das moderne Gegenstück zur DPC (horizontalen Feuchtigkeitssperre).

Das DampStop-System zur chemischen Injektion ist ein zu diesem Zweck entwickeltes professionelles Produkt. Dank seiner silikonbasierten Formel bildet es in der Wand eine dauerhafte hydrophobe (wasserabweisende) Schicht. Silan-/siloxanbasierte Wirkstoffe bilden an der Innenfläche der Poren eine chemische Bindung und sorgen für dauerhafte Wasserabweisung. Richtig angewendet, bietet es lebenslangen Schutz und benötigt keinerlei Energiequelle.

Vorteile:

Sanierputz (HydroFix)

Der Sanierputz ist bei der Lösung aufsteigender Feuchtigkeit ein unterstützendes Produkt. Nachdem die Feuchtigkeitsquelle durch chemische Injektion unterbrochen wurde, wird er zur Erneuerung der beschädigten Putze verwendet. Anders als normaler Putz lässt Sanierputz überschüssige Feuchtigkeit verdunsten, ohne sie in sich zu halten, und ist beständig gegen Salzkristallisation.

HydroFix Sanierputz lässt dank seiner hochporösen Struktur die Wand atmen und bietet zugleich Schutz vor Salzschäden. Dank spezieller Zusatzstoffe hält er dem Ausdehnungsdruck der Salzkristalle stand und reißt nicht. Gemeinsam mit der DampStop-Injektion verwendet, bildet er ein vollständiges Lösungssystem.

Feuchtebox-System

Die Feuchtebox (Nem Kutusu) ist ein Belüftungssystem aus speziellen, in die Wand eingelassenen Keramikelementen. Sie zielt darauf ab, die Feuchtigkeit in der Wand zu verdunsten und nach außen abzuführen. Dieses auf dem Prinzip der natürlichen Luftzirkulation beruhende System kann besonders bei leichten Feuchtigkeitsproblemen und als Hilfslösung eingesetzt werden. Bei starken Fällen aufsteigender Feuchtigkeit reicht es allein jedoch nicht aus — es kann gemeinsam mit der Injektion unterstützend in Betracht gezogen werden.

Elektroosmose-Systeme

Die Elektroosmose ist eine Methode, die über in die Wand eingesetzte Elektroden schwachen elektrischen Strom sendet, um die Wassermoleküle nach unten zu drücken. Es gibt zwei Arten: aktive und passive. Auch wenn sie theoretisch sinnvoll erscheint, ist sie in der Praxis umstritten:

Aus diesen Gründen ist die chemische Injektion eine zuverlässigere und bewährtere Alternative als die Elektroosmose.

Traditionelle Methoden und warum sie nicht funktionieren

Viele Hausbesitzer und sogar manche Handwerker versuchen, aufsteigende Feuchtigkeit mit folgenden Methoden zu „lösen":

Alle diese Methoden versuchen, das Symptom zu behandeln; sie gehen die Quelle nicht an. Die dauerhafte Lösung bei aufsteigender Feuchtigkeit besteht darin, den Mechanismus zu stoppen, der die Feuchtigkeit in die Wand befördert.

Lösung gegen aufsteigende Feuchtigkeit mit DampStop-Injektion
Die DampStop-Injektion bildet in der Wand eine dauerhafte, wasserabweisende Sperre.

Lösung gegen aufsteigende Feuchtigkeit mit DampStop-Injektion: Schritt für Schritt

Eine professionelle chemische Injektionsanwendung besteht aus folgenden Phasen:

Schritt 1: Diagnose und Messung

Zunächst werden mit einem Feuchtigkeitsmessgerät (Feuchtemesser) der Feuchtigkeitsgrad und die -höhe ermittelt. Es wird bestätigt, dass die Quelle der Feuchtigkeit aufsteigende Feuchtigkeit ist — eine Verwechslung mit Kondensation oder Leckage ist unbedingt zu vermeiden, denn jede hat eine andere Lösung. Auch die Salzkonzentration in der Wand und die Materialart werden bewertet. Bei Bedarf wird mit der Calciumcarbid-Methode der genaue Feuchtigkeitsgehalt bestimmt.

Schritt 2: Entfernen des Putzes

Der Putz im betroffenen Bereich wird bis mindestens 30 cm oberhalb der Feuchtigkeitslinie entfernt und die Wandoberfläche freigelegt. Dieser Schritt ist notwendig, um den mit Salz kontaminierten Putz zu entfernen und die Wirksamkeit der Injektion zu erhöhen. Da der entfernte Putz salzhaltig ist, wird er als normaler Bauschutt behandelt.

Schritt 3: Bohren

Im unteren Wandbereich — meist in 10-15 cm Höhe über dem Boden — werden Löcher mit 12 mm Durchmesser gebohrt. Die Löcher sollten in Abständen von etwa 10-12 cm und bis zu einer Tiefe von 2/3 der Wandstärke gebohrt werden. Der Bohrwinkel wird meist leicht nach unten geneigt (etwa 30°) ausgeführt, damit sich der Stoff mithilfe der Schwerkraft verteilen kann. Bei beidseitig zugänglichen Wänden kann von beiden Seiten gebohrt werden.

Schritt 4: Injektion

Der DampStop-Stoff wird mit einer Niederdruckpumpe oder im Schwerkraftverfahren in die Löcher injiziert. Der Stoff verteilt sich in der Wand, füllt die Poren und bildet eine wasserdichte Sperre. In jedes Loch wird eine je nach Wandstärke berechnete, ausreichende Produktmenge eingebracht. Austretender Stoff aus benachbarten Löchern ist ein Zeichen dafür, dass sich die Sperre gebildet hat.

Schritt 5: Trocknungsdauer

Nach der Injektion wird das Trocknen der Wand abgewartet. Diese Dauer kann je nach Wandstärke, Materialart und Umgebungsbedingungen zwischen 4 und 12 Wochen liegen. Als Faustregel wird pro 25 mm Wandstärke etwa 1 Monat Trocknungszeit angesetzt. Während des Trocknungsprozesses ist die Belüftung sehr wichtig — mit Luftentfeuchtern (Dehumidifiern) lässt sich die Dauer verkürzen.

Schritt 6: Auftragen des Sanierputzes

Nachdem die Wand ausreichend getrocknet ist, wird der HydroFix Sanierputz aufgetragen. Der Sanierputz wird in zwei Schichten aufgetragen: Die erste Schicht (Unterputz) sorgt für eine ebene Oberfläche, die zweite Schicht (Feinputz) verleiht ein ästhetisches Aussehen. Der Sanierputz lässt die verbliebene Feuchtigkeit verdunsten und bietet zugleich Schutz vor Salzschäden. Als letzte Schicht wird mit einer atmungsaktiven (diffusionsoffenen) Farbe gestrichen — kunststoffbasierte Farben sind zu vermeiden.

Führen Sie die Anwendung selbst durch oder holen Sie professionelle Unterstützung? Um zu erfahren, wie viel Produkt benötigt wird, können Sie über unser Anfrageformular eine Einschätzung anfordern.

Kosten und Ermittlung bei aufsteigender Feuchtigkeit

Die Kosten für die Lösung aufsteigender Feuchtigkeit hängen von vielen Faktoren ab:

Als allgemeine Orientierung: Für eine Standard-Erdgeschosswohnung (etwa 20 Meter Wandlänge, 20 cm Stärke) liegen die Kosten der DampStop-Injektion unter dem Betrag, den Sie mit traditionellen Methoden (Zyklus aus Putz abschlagen und erneuern) in 2-3 Jahren ausgeben würden. Zudem bietet die Injektion eine dauerhafte Lösung, während traditionelle Methoden alle 1-2 Jahre erneut Kosten verursachen.

Um eine auf Ihr Projekt zugeschnittene Kostenschätzung zu erhalten, können Sie über unser Anfrageformular eine Anfrage stellen oder mit uns Kontakt aufnehmen und eine kostenlose Vor-Ort-Begutachtung anfordern.

Häufig gestellte Fragen

Verschwindet aufsteigende Feuchtigkeit von selbst?

Nein. Aufsteigende Feuchtigkeit ist ein strukturelles Problem und verschlimmert sich mit der Zeit, wenn nicht eingegriffen wird. In den Sommermonaten können die Anzeichen aufgrund der stärkeren Verdunstung nachlassen, doch das Problem verschwindet nicht. Mit jedem Winterzyklus nimmt der Schaden etwas zu und die betroffene Fläche wird größer.

Ist aufsteigende Feuchtigkeit gesundheitsschädlich?

Ja. Ständig feuchte Umgebungen bereiten dem Schimmel- und Pilzwachstum den Boden. Schimmelsporen können Atemwegsinfektionen, allergische Reaktionen, Asthmaanfälle und Hautreizungen verursachen. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit schwachem Immunsystem sind gefährdet. Die Weltgesundheitsorganisation hat berichtet, dass das Risiko für Atemwegserkrankungen bei Menschen, die in feuchten Gebäuden leben, um bis zu 50 % steigt.

Wie lange hält die chemische Injektion?

Eine mit hochwertigen Produkten und der richtigen Technik ausgeführte chemische Injektion hält ein Leben lang. Die silikonbasierte Formel von DampStop ist beständig gegen UV-Strahlung, biologischen Zerfall und chemische Reaktionen. Nach der Anwendung ist keinerlei Wartung oder Erneuerung erforderlich. In Europa seit den 1970er Jahren ausgeführte Injektionen funktionieren noch immer wirksam.

Können wir während der Injektion im Haus bleiben?

Ja. Die chemische Injektion ist ein relativ leiser und sauberer Vorgang. Beim Bohren entstehen kurzzeitig Staub und Lärm, doch das Alltagsleben wird nicht ernsthaft beeinträchtigt. Der injizierte Stoff ist geruchlos und nicht toxisch.

Tritt aufsteigende Feuchtigkeit nur in alten Gebäuden auf?

Nein. Sie kann auch in neuen Gebäuden auftreten. Falsch ausgeführte DPC, beschädigte Abdichtungsmembran, beim Bau entstandene Risse oder ein nachträglich angehobenes Bodenniveau können auch in neuen Bauten aufsteigende Feuchtigkeit verursachen. Es gibt sogar Fälle, in denen bei manchen Neubauten die DPC gar nicht ausgeführt oder durchbohrt wurde.

Löst sich das Problem, wenn ich nur Sanierputz auftrage?

Sanierputz allein löst aufsteigende Feuchtigkeit nicht. Sanierputz ist ein ergänzendes Produkt — er wird nach der Injektionsanwendung, die die Feuchtigkeit an ihrer Quelle unterbricht, zur Sanierung der Wand verwendet. Nur den Putz zu erneuern, ohne die Quelle zu unterbrechen, führt dazu, dass dasselbe Problem innerhalb weniger Monate wiederkehrt. Das ist so, als würde man das Fieber senken, aber das Medikament nicht geben.

Fazit und professionelle Unterstützung

Aufsteigende Feuchtigkeit ist ein Problem, das bei Vernachlässigung sowohl dem Bauwerk als auch der Gesundheit ernsthaft schadet. Traditionelle Methoden — wasserdichte Farbe, Zementputz, Gipsbeschichtung — verbergen nur das Anzeichen und führen dazu, dass das Problem wächst. Diese Jahr für Jahr wiederholten “Lösungen” zehren an Ihrem Budget und fügen Ihrem Bauwerk zusätzlichen Schaden zu.

Die dauerhafte Lösung besteht darin, die Feuchtigkeit an ihrer Quelle zu unterbrechen. Mit der chemischen DampStop-Injektion können Sie in Ihrer Wand eine dauerhafte Feuchtigkeitssperre erstellen und die Wand anschließend mit dem HydroFix Sanierputz wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen. Dieses Doppelsystem löst das Problem der aufsteigenden Feuchtigkeit an der Wurzel und verhindert ein erneutes Auftreten.

Wenn Sie ermitteln möchten, wie viel Material für Ihr Projekt benötigt wird, können Sie über unser Anfrageformular eine Anfrage stellen. Für technische Beratung und eine kostenlose Vor-Ort-Begutachtung erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite — unser Fachteam begutachtet Ihr Bauwerk vor Ort und bietet Ihnen die am besten geeignete Lösung.

Suchen Sie eine Lösung für Ihr Feuchtigkeitsproblem?

Unser Fachteam ist bereit, Ihnen die am besten geeignete Lösung anzubieten.

Angebot anfordern Produkte ansehen